Projekte

A) Gesundheitswesen

1. Das Krankenhaus

Die Kooperation mit der Gemeinde Marangu entstand, als einige Volksdorfer von der Gefahr hörten, dass das an sich gut ausgestattete Krankenhaus von Marangu durch Misswirtschaft zugrunde zu gehen drohte. Unsere Gründerin und seinerzeitige Vorsitzende Ursula Lodenkämper hatte als pensionierte Mitarbeiterin der Endo-Klinik die entsprechenden Fachkenntnisse und Kontakte und konnte Abhilfe schaffen. Jetzt läuft das Krankenhaus wieder. Ein wichtiger Anlaufpunkt im Krankenhaus ist das MCH, das mother and child house, Mütterberatung.

Ebenfalls stark frequentiert ist die Dental Unit. Von Zahnärzten und Studenten der Humboldt Universität, Berlin, wurde ein Haus auf dem Krankenhausgelände dafür neu hergerichtet. Der Förderverein hat sich seither immer um Spenden für die Ausstattung gekümmert und die Modernisierung vorangetrieben.

Durch die regelmäßige Lieferung von bei uns ausrangierten, aber noch immer gut funktionierenden Dingen, wie Ultraschall-Messgeräten, Zahnarztstühlen, Aquadest-Geräten, aber auch Decken und Verbandsmaterial, die von uns in regelmäßigen Abständen nach Marangu geschickt wurden, konnten wir eine so deutliche Verbesserung der Situation erreichen, dass das Krankenhaus – auch dank anderer Unterstützer – inzwischen so gut läuft, dass der Verein sich inzwischen stärker der Förderung von solchen Projekten zuwendet, die mit dem Krankenhaus in einem inneren Zusammenhang stehen. Hierzu gehört:

2. Der poor-patient-fond

Da in Tansania die Leistungen im Gesundheitswesen von den Bürgern privat bezahlt werden müssen, können sich die ärmeren Bevölkerungsschichten einen Krankenhausbesuch oft nicht leisten. Aus diesem Grund hat der Verein einen entsprechenden Fond eingerichtet, aus dem –bei nachgewiesener Bedürftigkeit – die Kosten für solche Patienten erstattet werden können.

3. Home-care-Projekt

Durch dieses Projekt werden Kranke, die aufgrund ihrer Erkrankung auf eine bestimmte Art von Ernährung angewiesen sind, mit einer Nahrung zu Hause versorgt, die auf besondere Weise zusammengesetzt ist. Da diese Nahrung sehr teuer ist, können arme Patienten sich die-se Nahrung nicht selbst leisten; dem wollen wir abhelfen.

4. Prävention im Zusammenhang mit Jugendarbeit

AIDS ist eine Krankheit, die wie überall in Ostafrika, auch bei einem hohem Prozentsatz der Jugendlichen in Marangu verbreitet ist. MACDA hat vor Ort die AIDS-Prävention im Rah-men von Jugendzentren und Sportgruppen angeregt. Unser Förderverein konnte hierbei mit Spenden, die auch über Volksdorfer Geschäfte und z.B. den HSV geleistet wurden, helfen.

B) Bildungsswesen

1. Schulen und Schulpatenschaften

Ein weiterer Aspekt unserer Kooperation ist der Ausbildungssektor. Durch Mitglieder, die pensionierte oder noch aktive Lehrer/innen sind, wie auch entsprechenden Rückhalt bei  Hamburger Schulen, verfügt der Verein erfreulicherweise über entsprechenden Sachverstand. So wird Hilfe geleistet bei. Aufbau von Schulen, der Beschaffung von Lehrmitteln und der Vermittlung von Schulpatenschaften. Inzwischen sind auch Partnerschaften zwischen Schulklassen in Marangu und Hamburg entstanden.

Das Bildungssystem Tansanias war in der Regierungszeit Nyereres führend in Afrika. Bis vor kurzem musste nicht nur für die weiterführenden Schulen, sondern selbst für die Primarschule Geld bezahlt werden –  Beträge, die nach unseren Maßstäben gering sind, aber von vielen bäuerlichen Familien nicht aufgebracht werden können. Der Förderverein Marangu e.V. vermittelt daher Schulgeld-Partnerschaften an deutsche Sponsoren. Vertreter von MACDA wählen vor Ort bedürftige und förderungswürdige Kinder aus und kontrollieren die korrekte Verwendung der Mittel.

Im Laufe der Jahre hat sich eine rege Unterstützung der Schulen in Marangu ergeben. Die Darajani Primary School und die Darajani Secondary School liegen in unmittelbarer Nachbarschaft zum Krankenhaus Marangu, und schon in den ersten Containern haben wir Schulmöbel nach Marangu transportiert.

Zu diesen Schulen gesellten sich sehr schnell die Samanga Primary School, die seitdem Kontakte zur Appelhoff Schule unterhält, und die Lyosomboro Primary School, in der wir anfingen, Waisenkindern die Schulspeisung zu bezahlen. Auch mit Sachspenden, Papier usw., wurden die Schulen unterstützt. Nach und nach wurde an uns die Bitte herangetragen, Schulgelder für Kinder in den Secondary Schulen zu sponsern. Secondary Schulen umfassen die Schuljahre acht bis zwölf. Die Schüler und Schülerinnen werden von ihren Schulleitern vorgeschlagen und müssen sich schriftlich bei MACDA bewerben. Es gibt in Tansania staatliche und private Secondary Schulen, die durchaus unterschiedlich hohe Schulgelder erheben.

Wir haben die Idee aufgegriffen und werben daher auch für die Übernahme von Schulpatenschaften. Es handelt sich hierbei um 100 bis 400 € pro Jahr und Schüler. Wir haben im Moment 29 Paten und unterstützen 9 Sec. Schulen, eine Primarschule und eine Berufsschule. Zur Zeit sind 50 Sec. Schüler und 12 Berufsschüler im Genuss eines Stipendiates. Wir konnten auch schon 2 Schülern den Besuch einer zweijährigen weiterführenden Schule ermöglichen, die dann zum Studium berechtigt. Die Schüler und Schülerinnen werden von uns regelmäßig besucht und auf ihre Leistungen angesprochen. Sie haben in der Regel gute Noten und zeigen viel Einsatz.

Wenn Sie mehr über dieses Projekt erfahren wollen, rufen Sie mich gern an:
Almut Lange, 040/603 13 68.

2. Kindergärten

Tansania ist ein kinderreiches Land. Daher werden von unserem Verein inzwischen zahlreiche Kindergärten in Marangu vielfältig gefördert und unterstützt. So wurde und wird die Ausstattung der Kindergärten sowohl in baulicher wie auch in anderer Hinsicht deutlich verbessert: Es wurden z.B. Küchenräume und gemauerte Herde gebaut, um die Kinder mit einer warmen Mahlezeit versorgen zu könne. Die Ausstattung der Räume durch entsprechendes Mobiliar wird von uns übernommen und für die tägliche Arbeit mit den Kindern wurde und wird entsprechendes Material besorgt und zur Verfügung gestellt. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Ausbildung von Kindergärtnerinnen, deren Kosten der Verein in bestimmten Fällen bezahlt.

C) Sonstige soziale Projekte

Hühner- und Ziegenprojekt

Seit diesem Jahr unterstützt der Verein durch dieses Projekt Frauen, die entweder selbst an AIDS erkrankt sind oder aber ihre Männer durch diese Krankheit verloren haben: Diese Frauen erhalten die Möglichkeit, mit Hilfe einer bestimmten Anzahl von Ziegen oder Hüh-nern ihren Lebensunterhalt besser sicherstellen zu können – sei es durch unmittelbare Ver-wendung der Produkte dieser Tiere oder durch einen kleinen Erlös aus dem Verkauf etwa überschüssiger Waren aus dieser Tierhaltung. In diesem Zusammenhang werden ihnen nicht nur die Tiere, sondern auch passende Ställe für deren Unterbringung zur Verfügung gestellt und eine Grundausbildung für die mit der Tierhaltung einhergehenden Probleme vermittelt.